Die Rückreise
Das wird ein kurzes Kapitel.
Es war nicht genug, daß uns der Sturm beim Mopedfahren zum Hafen in Las Palmas auf Gran Canaria so richtig durchgeschüttelt hat. Nein, es mußte auch auf See Windstärke 7 sein. Die gute Juan J. Sister stampfte durch den atlantischen Ozean mit doch zeitweise recht heftigen Bewegungen....
24.-26.5.2006
Eigentlich dachte ich ja, daß ich auf der Fähre viel Zeit zum Tagebuch schreiben hätte. Wie so oft: Weit gefehlt!
Es fing auf der Tour zum Hafen in LasPalmas schon an. Heftigster Wind kurz vor dem Flughafen machte das Spurhalten auf der Autobahn fast unmöglich. Die Gischt vom Meer spritzte bis auf den Fahrbahnrand. Mir schwante Schlimmes.
Nach 2 Std. Warten in der Sonne geht es endlich aufs Schiff. Leinen los und rein in das Vergnügen...
Lanzarote war noch nicht erreicht, da war uns schon nicht mehr so gut. Bei Windstärke 7 ist nix mehr mit lustige Seefahrt für uns. Die nächsten 36 Std. verbrachten wir mit Schlafen, falls möglich, dösen mitschiffs, falls Platz war, und Tropfen einwerfen gegen Übelkeit. Soviele blasse Menschen auf einem Haufen hab ich noch nie gesehen. Selbst ein Trupp Soldaten an Board sah teilweise nicht mehr ganz frisch aus. Und ich weiß jetzt, daß auch Schwarzafrikaner blaß werden können. Also eine sehr kurzweilige Seefahrt. Mit 3 Std. Verspätung erreichten wir heute Mittag Cadiz.
Vom Schiff runter erwartet uns ein Sturm, der noch heftiger bläst, als auf GranCanaria. Schräglage auf der Autobahn bei völlig grader Strecke. Wir waren froh, als der Campingplatz mit dem geparkten Auto und Anhänger erreicht war.
27.-29.05.2006
Die Rückfahrt läßt sich erst mal gut an. Der Sturm bläst zwar immer noch, aber im Auto ist uns das reichlich egal.
Übernachtung auf Raststätte am Mittelmeer irgendwo nördlich von Valencia. War eine unruhige Nacht.
Wer hat eigentlich den Franzosen erlaubt Vatertag zu feiern und noch Sonntags mit Kind und Kegel in der Gegend rumzufahren? Die Autobahn zwischen Orange und Lyon erinnert stark an einen Parkplatz. Die getestete Umleitung führte zwar durch nette Gegenden, brachte rein zeitlich aber nicht wirklich Vorteile. Dies alles führte zu dem Entschluß etwas die Richtung zu ändern und über die Schweiz zu fahren. Eine ruhige Nacht auf einem kleinem Campingplatz kurz vor Chambery war der erste Lohn für diese Entscheidung.
Die Schweizer sind geschäftstüchtige Leute. An der Grenze wurde uns direkt vom Grenzbeamten eine Vigniette für die Autobahn angedreht. 30Euronen! Naja, geht aber eigentlich im Vergleich zu Frankreich.
Das Wetter, daß uns gestern am Mittelmeer noch mit 36Grad gequält hatte, schlug ab Genf dann unbarmherzig mit Dauerregen bei 12Grad zu. Haben wir die armen Mopedfahrer bedauert...
Richtung Osten und dann immer geradeaus.
Lustige Schilder hat es hier. Das mit den Mopedfahrern haben wir leider verpasst zu fotografieren.
Straßen ohne Ende in Spanien.
Frankreich hat uns wieder. Nettes Städtchen beim Stauumfahren.
Letztes Foto auf der Tour.
Jetzt geht es nach Tschechien zur alljährlichen Pfingstochsen-Mo-Tour. Ein gelungener Abschluß einer aufregenden Reise. Aber das ist eine andere Geschichte............
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